Frühkindliche Bildung in der Schweiz
Newsletter 3/2010 der Schweizerischen UNESCO-Kommission
International I
Beispiele für gute Praxis gesucht
Die UNESCO will gute Praxisbeispiele aus der frühkindlichen Bildung zur nachhaltigen Entwicklung zusammenstellen. Auch Schweizer Projekte sind willkommen: Wer solche Projekte durchführt, ist herzlich eingeladen, einen kurzen Fragebogen auszufüllen und bis zum 30. Juni 2010 einzureichen. Mehr Informationen hier.
Politik I
Kinderbetreuungsverordnung geht in die zweite Runde
Im letzten Jahr hat der Bundesrat einen breit diskutierten Vorschlag für eine neue eidgenössische Kinderbetreuungsverordnung (KiBeV) lanciert. In der Zwischenzeit wurde diese insbesondere im Bereich der Tagesfamilienbetreuung überarbeitet und kommt voraussichtlich Ende August in eine weitere dreimonatige Vernehmlassungsrunde. Aktuelle Informationen zum Stand der Dinge finden Sie laufend auf unserer Webseite.
Veranstaltung I
Frühförderung in der Kita: Chance oder Last?
Frühförderung ist schweizweit zum Thema geworden. Was aber ist eigentlich damit gemeint und was hat sie mit familienergänzender Kinderbetreuung zu tun? Diesen und weiteren Fragen geht die Fachtagung "Frühförderung in der Kita: Chance oder Last?" der Höheren Fachhochschule für Kindererziehung Höhere Fachschule für Kindererziehung gemeinsam mit KitaS am 22. Juni 2010 in Zug nach. Programm und Einladung finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Literatur

"Frühförderung ist ein Thema, das viele verschiedene Bereiche betrifft. Frühförderung ist mit den verschiedenen Aspekten des Aufwachsens und des Hineinwachsens in die Gesellschaft verknüpft", so Mathilde Schulte-Haller. In der aktuellen Ausgabe des terra cognita erklärt die Kulturanthropologin kurz und prägnant Inhalte, Erfolge und Schwerpunkte der Frühförderung in der Schweiz. Den gesamten Beitrag finden sie als PDF-Download auf unserer Webseite.
Politik II
Mehr Frühförderung für die Stadt Zürich
Der aktuelle Integrationsbericht der Stadt Zürich hält fest, dass genügend familienexterne Betreuungsplätze bestehen, diese jedoch nur selten von bildungsfernen Familien mit Migrationshintergrund genutzt werden. Um diese Defizite noch vor dem Eintritt in die Schule ausgleichen zu können, prüft die Stadt Zürich die Entwicklung zusätzlicher Angebote und wie sich diese gemeinsam mit den bestehenden Aktivitäten an einer eigentlichen „Strategie Frühförderung“ ausrichten lassen. Den Integrationsbericht sowie die Integrationsschwerpunkte der Stadt Zürich können Sie hier abrufen.
International II

Nationale Studie zur FBBE in Deutschland
Im Sommer 2010 startet in Deutschland eine grossangelegte Studie zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit. In die Untersuchung einbezogen werden rund 2'000 zwei- und vierjährige Kinder mit ihren Familien, davon etwa ein Drittel mit Migrationshintergrund. Initiiert und gefördert wird die Untersuchung, die primär der empirischen Datenerhebung dient, vom Bundesfamilienministerium, der Jacobs Foundation und der Robert Bosch Stiftung. Weitere Informationen finden Sie hier.
Veranstaltung II
"Betreuungsgutscheine in der Stadt Luzern"
Seit April 2009 Jahr können Eltern in der Stadt Luzern Betreuungsgutscheine beziehen. Mit dem Pilotprojekt soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert und jedem Kind ein Krippenplatz zugesichert werden. Nach gut einem Jahr zieht die Stadt Luzern eine positive Bilanz des Pilotprojektes und lädt am 21. September 2010 zu einer Fachtagung mit Workshops und Referaten ein. Tagungseinladung und Medienmitteilung finden sich auf unserer Newsseite.
Projekte
Pestalozzi-Preis 2010
Pro Juventute, LCH und UNICEF Schweiz verleihen am 20. November 2010, dem Tag der Kinderrechte, den Pestalozzi-Preis. Für den Pestalozzi-Preis 2010 sind innovative Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche gesucht, welche die frühkindliche Förderung und die Stärkung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen unterstützen. Bewerbungsfrist ist der 09. Juli 2010. Weitere aktuelle Projekte finden sie hier.
Weiterbildung
SpielgruppenleiterIn- mit Zertifikat und Spezialisierung
Seit 24 Jahren engagiert sich die IG Spielgruppen für Spielgruppen und deren Qualität. Im zertifizierten Grundkurs der Interessensgemeinschaft werden die Teilnehmer zum Leiten einer eigenen Spielgruppe befähigt. In Anschluss an den Grundkurs können sieben Aufbaumodule bis hin zum Zertifikat sowie verschiedene Spezialisierungskurse belegt werden. Die IG Spielgruppe und ihre Kurse haben wir hier kurz vorgestellt.
Nicht verpassen
Noch bis zum 25. Juni können Sie sich für den 3. Kongress für Kinder- und Jugendförderung anmelden. Dieser widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Gipfelstürmer - wie Kinder und Jugendliche ihre Ziele erreichen" und findet inmitten der wunderbaren Engelberger Bergkulisse statt. Melden Sie sich jetzt an!

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